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  Ganzkörperschwingungen 17.05.2012 
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Neue Vorschriften für Ganzkörperschwingungen

Seit der Herausgabe des internationalen Standards ISO 2631-1 : 1997 gelten neue Frequenzbewertungskurven für Ganzkörper-Schwingungen. In Deutschland sind diese mit der neugefassten VDI 2057 auch Bestandteil nationaler Vorschriften für die Beurteilung der Einwirkung mechanischer Schwingungen auf den Menschen. Die bisherigen, lediglich in Deutschland üblichen K-Werte sind durch die Effektivwerte (RMS-Werte) der frequenzbewerteten Schwingbeschleunigung aw abgelöst worden.
(Text der VDI 2057 Blatt 1 aus urheberrechtlichen Gründen nur noch beim VDI)

Eine Vibrationsdatenbank befindet sich in Vorbereitung und wird hier demnächst veröffentlicht werden. Bis zu deren Fertigstellung können Sie aber bereits nach den neuen Vorschriften gemessene Effektivwerte und die daraus abgeleiteten zulässigen Expositionszeiten bis zum Erreichen der unteren und oberen Grenze der Zone erhöhter Gesundheitsgefährdung sowie die Zeitdauer bis zum Erreichen des Aktionswertes und des Expositionsgrenzwertes gemäß dem Entwurf der demnächst erscheinenden EU-Richtlinie Physikalische Einwirkungen für folgende Maschinengruppen einsehen:

Bagger
Dumper
Gabelstapler
Kompaktoren
Lader
Lastkraftwagen
Mähdrescher
Planierraupen
Traktoren
Walzen
andere Maschinenarten

Derzeit liegen noch nicht viele Meßwerte nach ISO 2631-1 : 1997 vor. Es läßt sich jedoch abschätzen, daß Veränderungen der Meßwerte sowohl zu höheren als auch zu niedrigeren Beträgen eintreten werden. Durch Vergleich der beiden Frequenzbewertungskurven (siehe Bild 1) wird deutlich, daß sich im Frequenzbereich zwischen 1,2 Hz und 5,5 Hz eine Abschwächung, in den darüber- und darunterliegenden Frequenzbereichen eine Verschärfung gegenüber der bisherigen Bewertung nach DIN 45671 ergibt. Je nach Frequenzspektrum der einwirkenden Schwingung kann dies in der Praxis zu Abweichungen im Effektivwert der frequenzbewerteten Beschleunigung von bis zu +/- 25 % führen. Durch Vergleich von typischen gemessenen Frequenzspektren bei den verschiedenen Maschinengruppen mit den Frequenzbewertungskurven lassen sich Tendenzen zur Veränderung der Meßwerte voraussagen.

Tabelle 1: Auswirkungen der geänderten Frequenzbewertung in z-Richtung


Gerätetyp Geschätzte relative Änderung des Betrags von awz
Traktoren minus 5 % bis 20 %
Feldhäcksler plus 10 % bis 25 %
Mähdrescher plus 10 % bis 35 %
LKW minus ca. 5 %
Radlader minus 5 % bis 20 %
Bagger plus 5 % bis 20 %
Raupen plus 5 % bis 20 %
Gabelstapler plus/minus ca. 5 %
plus bedeutet Erhöhung von awz nach ISO 2631-1 : 1997 gegenüber DIN 45671 (identisch mit ISO 2631 : 1987)
minus bedeutet Erniedrigung von awz nach ISO 2631-1 : 1997 gegenüber DIN 45671 (identisch mit ISO 2631 : 1987)


Bild 1: Änderung der Frequenzbewertung von Ganzkörperschwingungen in z-Richtung

 

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Die Informationen werden bereitgestellt von: Focal Point, Germany
Datum der letzten Änderung: 17.06.2003
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